Selbsterfahrungsgruppen
Die Selbsterfahrungsgruppen unterscheiden sich von Selbsthilfegruppen dadurch, dass es eine professionelle Leitung gibt. Es werden neben dem Gedanken- und Erfahrungsaustausch auch Hintergrundwissen und psychologische Zusammenhänge vermittelt.
Schwerpunktthemen:
Einsamkeit
Menschen sind soziale Wesen und brauchen Kontakte und Beziehungen zu anderen Menschen. Oftmals haben Schicksalsschläge, Schwellensituationen oder problematische Verhaltensmuster Beziehungen zerstört oder verhindert.
Die Gruppe kann helfen, die soziale Isolation aufzubrechen und neue Wege zu finden.
Co-Abhängigkeit
Angehörige von Suchtkranken leben unter starkem Leidensdruck. Sie müssen täglich mit ansehen, wie ihr familiäres, wirtschaftliches und soziales Gefüge immer mehr abstürzt. Der Suchtkranke beansprucht die volle Aufmerksamkeit und Konzentration auf seine Person, und sein krankhaftes Verhalten setzt die Normen innerhalb der Familie. Die Bedürfnisse anderer Familienmitglieder bleiben auf der Strecke.
In der Gruppe können sich Betroffene beim Austausch ihrer Erfahrungen gegenseitig helfen und stärken. Außerdem klären wir Ursprung und Entwicklung von Suchtkarrieren und die Ursachen des eigenen Helfer-Syndroms.
Emotionale Erpressung
Gesunde zwischenmenschliche Beziehungen basieren auf einem ausgewogenen Gleichgewicht zwischen Geben und Nehmen. Dennoch kommt es sehr häufig vor, dass Menschen in einer Verstrickung von Erpressung und Schuldgefühlen miteinander verbunden sind. Täter halten ihre Opfer in Abhängigkeit, sei es durch Krankheit, Schwäche, Dankbarkeitspflicht oder ähnlichem. Sowohl bei den Tätern als auch bei den Opfern sind die Ursachen in einem schwachen Selbstwertgefühl zu finden.
Diese Gruppe soll helfen, die eigene Position in der Familie zu erkennen und zu verändern.
Psychohygiene
Starker beruflicher Stress kann leicht zum Burn-out führen. Konflikte zwischen den eigenen Ansprüchen und den realen Möglichkeiten (z. B. in helfenden Berufen wie Alten- und Krankenpfleger) erzeugen Frustration, Selbstzweifel, Resignation und Depressionen.
In der Gruppe soll das eigene Verhältnis zu Arbeit und Leistung analysiert sowie eine gesunde Work-Life-Balance erzielt werden.
Außer den hier angeführten Schwerpunktthemen können selbstverständlich auch andere Themen und Problematiken in Encountergruppen bearbeitet werden.
Die Gruppen finden 1 x monatlich statt ( Di, Do, Fr)
